22.06.2026
Wirtschaftlicher prüfen mit der MEXS400
Bei der Auswahl einer Schraubenprüfanlage zählt nicht nur der Kaufpreis. Entscheidend ist die Wirtschaftlichkeit des gesamten Prüfprozesses.
Gerade bei sicherheitsrelevanten Schrauben, Bolzen und Verbindungselementen müssen mehrere Prüfungen zuverlässig kombiniert werden. Dazu gehören unter anderem Rissprüfung, Innenangriffsprüfung, Härteprüfung, Kopfprüfung, Gewindeprüfung und Geradheitsprüfung.
Die MEXS400 wurde als moderne Prüfplattform entwickelt, um genau diese komplexen Prüfaufgaben effizienter umzusetzen.
Der zentrale technische Unterschied liegt im Maschinenkonzept. Während klassische Rundtaktanlagen mit einem begrenzten Prüfzeitfenster pro Station arbeiten, nutzt die MEXS400 eine gerade Prüfstrecke. Dadurch entsteht mehr nutzbarer Prüfweg für anspruchsvolle Prüfungen.
Dieser längere nutzbare Prüfweg ermöglicht es, mehrere Prüfstationen entlang der Strecke anzuordnen und zeitintensive Prüfungen stabiler in den Gesamtprozess zu integrieren. Besonders bei Rissprüfung und mechanischer Innenangriffsprüfung kann das ein entscheidender Vorteil sein.
Neben der Taktzeit spielt auch die Rüstzeit eine wichtige Rolle. Die MEXS400 ist so aufgebaut, dass Aufnahmen und Prüfstationen schneller gewechselt oder angepasst werden können. Dadurch lassen sich Produktwechsel effizienter durchführen und Stillstandzeiten reduzieren.
Ein weiterer Vorteil ist die elektrische Auslegung der Prüfprozesse. Statt stark auf Pneumatik angewiesen zu sein, setzt die MEXS400 auf elektrische Bewegungen. Das vereinfacht die Installation, reduziert den Bedarf an Druckluft und kann langfristig zu einem effizienteren Betrieb beitragen.
Die MEXS400 ist nicht als starre Sondermaschine gedacht, sondern als erweiterbare Plattform. Neue Produkte, neue Aufnahmen und zusätzliche Prüfaufgaben können einfacher integriert werden. Dadurch entsteht mehr Investitionssicherheit für Unternehmen, die heute eine Lösung benötigen, aber morgen andere Anforderungen erfüllen müssen.
Die wirtschaftlichen Vorteile der MEXS400 entstehen aus der Kombination mehrerer Faktoren:
höhere Taktzahlen bei komplexem Prüfumfang
mehr geprüfte Teile pro Minute
schnellere Umrüstung bei Produktwechseln
elektrische Prüfung statt aufwendiger Pneumatik
modulare Prüfstationen
erweiterbares Plattformkonzept
geringerer Aufwand bei neuen Prüfaufgaben
höhere Zukunftssicherheit der Investition
Damit ist die entscheidende Frage nicht nur, welche Anlage in der Anschaffung günstiger ist.
Die entscheidende Frage lautet:
Welche Lösung prüft sicherheitsrelevante Schrauben langfristig am wirtschaftlichsten?
Für Hersteller hochwertiger Verbindungselemente kann die MEXS400 genau dort ihren Mehrwert ausspielen, wo klassische Prüftechnik an Grenzen stößt: bei komplexen Prüfungen, hohen Qualitätsanforderungen, wechselnden Produkten und dem Anspruch, Prüfprozesse technisch und wirtschaftlich besser zu gestalten.
19.06.2026
Taktzeitbegrenzungen bei Schraubenprüfung
Warum entstehen bei komplexer Schraubenprüfung oft Taktzeitgrenzen?
Nicht, weil eine einzelne Prüfung unmöglich schnell sein kann.
Sondern weil mehrere anspruchsvolle Prüfungen in einen stabilen Prozess gebracht werden müssen.
Rissprüfung.
Innenangriff.
Härteprüfung.
Kopfprüfung.
Gewindeprüfung.
Geradheitsprüfung.
Jede dieser Prüfungen braucht Zeit, Positionierung und Prozesssicherheit.
Genau hier entscheidet das Maschinenkonzept.
Bei klassischen Rundtaktanlagen ist das verfügbare Prüfzeitfenster begrenzt.
Das Bauteil wird von Station zu Station getaktet. Jede Prüfung muss in dieses Zeitfenster passen.
Bei einer geraden Prüfstrecke entsteht ein anderer Ansatz.
Die Prüfung kann über eine längere nutzbare Strecke aufgebaut werden. Mehrere Prüfstationen können entlang der Strecke angeordnet werden. Zeitintensive Prüfungen wie Rissprüfung oder Innenangriff lassen sich dadurch anders integrieren.
Das Ergebnis:
Bei komplexem Prüfumfang sind deutlich höhere Taktzahlen möglich.
In realen Projekten kann dieser Unterschied schnell 20 bis 30 Prozent mehr Ausbringung bedeuten.
Und genau hier wird Taktzeit wirtschaftlich.
Denn 20 bis 30 Prozent mehr geprüfte Teile pro Minute sind nicht nur eine technische Zahl.
Es sind mehr geprüfte Teile pro Stunde.
Mehr Kapazität pro Schicht.
Mehr Leistung pro Anlage.
Und am Ende eine andere Rechnung pro geprüftem Teil.
Moderne Schraubenprüfung beginnt deshalb nicht bei der Frage:
Welche Maschine ist schneller?
Sondern bei der Frage:
Welches Prüfprinzip ermöglicht bei meinem Bauteil den besten Prozess?
17.06.2026
Moderne Schraubenprüfung
Schraubenprüfung wird oft zu klein gedacht.
Viele sprechen zuerst über die Maschine.
Ich glaube, man muss früher anfangen.
Welche Schraube wird geprüft?
Welche Merkmale sind wirklich sicherheitsrelevant?
Wie viel Taktzeit ist realistisch möglich?
Wie schnell kann umgerüstet werden?
Was passiert, wenn morgen eine zusätzliche Prüfung gefordert wird?
Und was kostet am Ende jedes geprüfte Teil?
Gerade bei sicherheitsrelevanten Verbindungselementen reicht es nicht, nur über eine einzelne Prüfstation zu sprechen.
Rissprüfung, Innenangriff, Härteprüfung, Kopfprüfung, Gewindeprüfung und Geradheitsprüfung müssen als gesamter Prüfprozess betrachtet werden.
Genau darüber werde ich hier in den nächsten Wochen regelmäßig schreiben.
Es geht um moderne Schraubenprüfung, technische Prüfprozesse, Taktzeit, Rüstzeit, elektrische Prüfung, Plattformkonzepte und die Frage, wie Prüfprozesse schneller, flexibler und wirtschaftlicher werden können.
Nicht aus der Theorie.
Sondern aus der Praxis.
Welche Prüfung ist bei Ihnen aktuell der größte Engpass?
14.04.2026